Biotope in Dußlingen

14. April 2019

Bei einem ca. 1-stündigen Spaziergang wurde am Beispiel des Weilerbachs (er fließt unterhalb des Friedhofs in den Ort) über die Bedeutung der Biotope nach § 24a des Naturschutzgesetzes auf Dußlinger Gemarkung informiert. Dabei kamen auch die geplanten Baumaßnahmen und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Uferbereich des Baches zur Sprache.  

 

 

 

Vogelbeobachtung im Streuobstgebiet

07. April 2019

 

Bei bewölktem Himmel mit gelegentlich durchblitzenden Sonnenstrahlen und leichtem Wind trafen sich vergangenen Sonntagnachmittag kleine und große Naturinteressierte zu einer vogelkundlichen Führung. Mit Stefan Schmid vom NABU Ofterdingen-Bodelshausen sowie Hartmut Groß und Jörg Wieland vom NABU Dußlingen ging es zunächst vom Treffpunkt im Hägnach durch die dortigen Streuobstwiesen Richtung Rahnsbachtal.
 
Eine Blaumeise suchte in den Zweigen eines Baumes nach Futter. Sie ist so leicht, dass sie sich bis in dünne Zweigspitzen vorwagen kann, was im Unterschied dazu der Kohlmeise nicht gelingt. Erkennungsmerkmal eines innen watteweichen Blaumeisennestes ist der hohe Moosanteil, der zum Bau verwendet wird. Ein Kleiber kletterte mit dem Kopf voran an einem Baumstamm nach unten. Er ist der einzige Vogel mit dieser Fähigkeit. Für seinen Nestbau sammelt er vor allem Rindenteilchen.
Über uns flogen Mäusebussard und Rotmilan, die unter anderem an der Form ihres Schwanzes zu unterscheiden sind. Beim Bussard hat dieser eine abgerundete Form, beim Milan ist er gegabelt. Der Klimawandel zeigt auch Auswirkungen auf das Zugverhalten der Vögel. In milden Wintern entwickeln sich manche Arten weg vom Zug- und hin zum Standvogel, das heisst, sie ziehen wetterbedingt nicht mehr regelmäßig. Das wiederum hat auch Auswirkung auf ihre Nachkommen.
 
Neben Amsel, Buchfink, Hausrotschwanz und einem aus der Entfernung "lachenden" Grünspecht war die selten gewordene Feldlerche mit ihrem aufsteigenden Singflug ein besonderes Erlebnis. Durch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft kann sie nicht mehr genügend Junge aufziehen. Als Bodenbrüter bevorzugt sie offene Feldflächen mit niedriger Vegetation. Die Konzentration des Ackerbaus auf die drei Kulturen Wintergetreide, Mais und Raps sowie der gleichzeitige Rückgang von Brachen und Grünland  führten zu mangelnden Brutflächen. Aufgrund ihrer extremen Gefährdung  wurde sie vom NABU bereits zum zweiten Mal als "Vogel des Jahres" ausgewählt. 

 

Eine vorüberfliegende Rauchschwalbe kündigte ihre Rückkehr aus dem Überwinterungsgebiet an. Auf der Spitze eines Apfelbaumes machte ein Star mit Flügelschlag und quietschenden Rufen auf sich aufmerksam. Sowohl in seinem Aussehen als auch mit seinem Gesang ist er deutlich von einer Amsel zu unterscheiden. Ein Stück des Weges, der nun wieder Richtung Ausgangspunkt führte, begleitete uns das perlende und verträumte Lied eines Rotkehlchens. Ständig schien es seinen Platz zu wechseln und war dadurch kaum ins Fernglas zu bekommen. 
 
Wesentlich besser und auch mit dem Spektiv gelang dies bei der Goldammer. Als Vogel des Bodens kann sie zwar noch auf Zweigen sitzen, aber nicht mehr von Zweig zu Zweig hüpfen. Besonderes Kennzeichen sind ihre leuchtend gelbe Kopfzeichnung und ihr anheimelnder Gesang. Zum Abschluss unserer kleinen Wanderung gelang es, bis zu fünf Exemplare dieser Art in Obstbäumen sitzend zu beobachten.

 

 

Vogelstimmen am Morgen

24. März 2019

  

Etwa zwanzig kleine und große Interessierte trafen sich am Sonntag, 24. März um 9 Uhr zu einer zweistündigen vogelkundlichen Wanderung in Bodelshausen. Vogel- und Insektenexpertin Edelgard Seggewiße vom NABU Ofterdingen-Bodelshausen führte durch den sonnigen Frühlingsmorgen.
 
Gleich am Ausgangsort konnten Haussperlinge - besser bekannt als "Spatzen" - beobachtet werden, wie sie an einer Gebäudefront  in Schlupflöchern verschwanden. Wahrscheinlich waren sie auf der Suche nach Nistmöglichkeiten.  Etwas später entlang des Krebsbaches suchten Stieglitze, kenntlich an ihrem schwarz-weiß-roten Kopfgefieder und der gelben Flügelbinde, nach Futter. Aus einem Gebüsch tönte der perlende Gesang eines Rotkehlchens und Kohl- und Blaumeisen turnten in den Zweigen einer Erle. 
Von den Zugvögeln waren Bachstelze, Hausrotschwanz und Zilpzalp schon eingetroffen. Letzterer war unverkennbar an seinem Ruf "zilp-zalp-zilp...." zu erkennen. Mit seiner braungrau gefärbten Oberseite und den dunklen Füßen war er für unser Auge nur schwer auszumachen. Auffallend auch ein laut schallendes, in der Tonhöhe abfallendes "Lachen", das des öfteren und an unterschiedlichen Stellen des Weges erklang. Es war der Ruf des Grünspechtes. Sein Lebensraum sind Obstgärten, Parkanlagen und Auwälder. 
 
Durch ein kleines Waldstück, vorbei an Hecken und Streuobstwiesen und einer großen Schafherde ging es wieder Richtung Ort.

 

 

Jahreshauptversammlung

22. Februar 2019

 
Der Rückblick auf das vergangene Jahr und Wahlen waren die Hauptthemen bei der Jahreshauptversammlung des NABU Dußlingen am 22. Februar 2019. Mitglieder, Gäste und BM Hölsch kamen im Vereinsraum Lichtstube im Alten Rathaus zusammen.
 
Der Jahresbericht, moderiert von Peter Leide, führte nochmals durch das Jahr 2018. Ob Arbeitseinsätze, Exkursionen, Ferienprogramm oder die Teilnahme am Weihnachtsmarkt, über die ganze Breite an Aktivitäten der NABU-Gruppe wurde berichtet, einzelne Aktionen zusätzlich veranschaulicht in Bildern.
 
Im Aspental wurden im Oktober Baggerarbeiten zur Reaktivierung des bereits 1990 angelegten Teiches durchgeführt. Im Ferienprogramm hatten Kinder die Möglichkeit, direkten Kontakt zu Schafen aufzunehmen und etwas über den Umgang mit ihnen zu lernen. Gemeinsam mit den wolligen Vierbeinern konnten sie zu einer neuen Weide beim Kirchholzhäusle wandern. Anschließend gab es zur Stärkung Stockbrot. Eine der beliebtesten Führungen ging im April bei strahlendem Wetter zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein in die Streuobstwiesen zu Blüte und Vogelstimmen.  Zur Fledermausnacht an der Steinlach im Spätsommer kamen ebenfalls viele Interessierte, um Zwerg- und Wasserfledermäuse zu sehen und deren Laute zu hören. Um die Gruppe durch neue Mitglieder zu verstärken, fand im Frühjahr eine professionelle Mitgliederwerbung statt.
Nach dem Kassenbericht, der Kassenprüfung und der Entlastung standen als weiterer Tagesordnungspunkt die Wahlen an. Der bisherige Vorstand - mit Ausnahme des Beisitzers Peter Leide, der nicht mehr kandidierte - wurde einstimmig für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt. Im einzelnen sind dies:
 
                                      Jörg Wieland - 1. Vorsitzender
                                      Hartmut Groß - stellvertr. Vorsitzender
                                      Wolfgang Möck - Kassierer
                                      Ilse Leide - Schriftführerin
Das Amt des Beisitzers konnte nicht neu besetzt werden. Angelika Torno-Rebstein und Michael Klett bleiben weiterhin Kassenprüfer.
 
BM Hölsch, der auch die Entlastung des Vorstandes und die Leitung der Wahl übernommen hatte, bedankte sich im Namen der Gemeinde für die vielfältigen Tätigkeiten des Vereins.
 
Im Ausblick wies Jörg Wieland auf die für 2019 geplanten Aktionen hin, wie sie auch dem Jahresprogramm zu entnehmen sind. Mitglieder und Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen. Auch die Althandy-Sammelaktion wird weitergeführt.