Mitgliederversammlung 2012

Freitag, 24. Feb. 2012

Ein aktives Jahr

 

Die vielfältigen Aufgaben und Anforderungen an die kleine Gruppe Aktiver bildeten den Kern des Vorstandsberichtes 2011 anlässlich der Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Dußlingen Ende Februar.

 

Pflegeeinsätze im Aspental, im Naturdenkmal Geigesried und am Bahndamm waren vor allem nötig um Flächen freizuhalten und die Verbuschung zurückzudrängen. Im Geigesried geschah dies zum Teil maschinell, am extrem steilen Bahndamm erforderte der Arbeitseinsatz zusammen mit dem Albverein intensiven Körpereinsatz. Etwas anders geartet war die Durchführung der “Teichaktion” innerhalb des Sommerferienprogrammes. Um eine Verlandung des Lehmgrubetümpels zu verhindern, waren die Kinder mit Eimer und Schaufel tätig und holten Schlamm aus dem Teich. Anschließend war eine Reinigung der Teilnehmer und Arbeitsgeräte in der Steinlach angesagt.

 

Eine ganze Reihe von Führungen bot die Möglichkeit, Vögel der Streuobstwiesen oder des Waldes, Libellen am Butzensee in Bodelshausen, Zwerg- und Wasserfledermäuse im Bereich Au an der Steinlach oder die Hirschbrunft im Schönbuch zu beobachten. Die naturgeschichtliche Wanderung auf Dußlinger Markung hatte das Thema “Geologie und die Auswirkungen der Eiszeit”. Diese Reihe wird auch 2012 fortgesetzt - dann steht der Verlauf der westlichen Markungsgrenze im Mittelpunkt.

 

Beim 2. Dußlinger Weihnachtsmarkt waren wir mit Stand, einigen Schafen und Schäfer vertreten. Viele kleine und große Besucher zeigten starkes Interesse an unseren wolligen Vierbeinern.

 

Berichtet wurde auch von Arbeitseinsätzen und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem NABU-Kreisverband. Die Sammlung von Alt-Handys zugunsten des NABU-Projektes “Renaturierung der Unteren Havel” läuft auch in Zukunft weiter.

 

Mit einem Ausblick auf das Jahr 2012, in dem die NABU-Gruppe Dußlingen seit 25 Jahren besteht und einem Dankeschön an die Mitglieder und die Gemeinde Dußlingen für ihre jeweilige Unterstützung beschloss der Vorsitzende Jörg Wieland den offiziellen Teil der Sitzung.  

 

Arbeitseinsatz Geigesried

Samstag, 03. März 2012

Bei herrlichem Vor-Frühlingswetter wurden die ersten Biotoppflegemaßnahmen des Jahres auf Dußlinger Gemarkung in Angriff genommen. Um einer Verbuschung des flächenhaften Naturdenkmals Geigesried vorzubeugen, mussten die inzwischen stark nachgewachsenen Schlehenhecken geschnitten und teilweise entfernt werden. Das aufgeschichtete Schnittgut wird zu gegebener Zeit entsorgt werden. .

Vogelstimmen am Morgen

Sonntag, 15. April 2012

Vogelkundliche Führung in Dorf, Streuobst und Wald

Der kleinste Vogel unseres Gebietes ist ein Bewohner der Nadel- und Mischwälder. Sein Gesang ist leise wispernd, auf und ab gehend. Von der Schnabel- bis zur Schwanzspitze bringt er es auf gerade mal 9 cm. Gemeint ist das Wintergoldhähnchen, ein unruhiger winziger Geselle, der halb turnend, halb fliegend auf den dünnsten Zweigen nach Insekten sucht. 
Auf unserer vogelkundlichen Führung Mitte April ist uns diese Beobachtung unter Anleitung von Stefan Schmid im Vorbachtal gelungen. Thema der Exkursion war "Vögel in Dorf, Streuobst und Wald". Ausgehend vom Rathausbrunnen in Ofterdingen wanderten wir durch das Streuobstgebiet Bienwund in den Dußlinger Wald.
Bereits am Ortsrand konnten wir neben Amseln, Finken und einer Meisenschar den Stieglitz mit seinem schwarzweissroten Kopf - auch zur Familie der Finken gehörend - und ein Turmfalkenpaar beobachten. Letzteres hat seinen Brutplatz seit Jahren im Ofterdinger Kirchturm. Sein bestes Kennzeichen, das "Rütteln" war gut zu sehen.
Zwischen ersten blühenden Kirschbäumen über grün gewordenen Wiesen kamen wir in das Gebiet der sich zwischen Ofterdingen und Dußlingen hinziehenden Streuobstwiesen, ein Lebensraum für viele Vogelarten wie Mönchsgrasmücke, Gartenrotschwanz, Zilpzalp und andere mehr. Aus einer Hecke meldete sich eine Heckenbraunelle mit ihrem kurzen klirrenden Gesang. An einem Ackerrand waren Goldammern auf Futtersuche. Und aus Richtung Wald klang eine Folge jeweils mehrmals sich wiederholender ein- oder mehrsilbiger Flötenrufe der Singdrossel.
Am Waldrand angekommen konnten wir einen Baumläufer - klein, bräunlich, dünnschnäbelig - mausartig einen Baumstamm aufwärts kletternd erleben. Aus dem Unterholz schmetterte laut ein Zaunkönig sein Lied. Wieder auf dem Rückweg nach Ofterdingen - mittlerweile mitten am Vormittag - kreisten Rotmilane über uns.

Fledermausnacht

Freitag, 10. August 2012

Bei idealem “Ausflugswetter” an einem lauen Sommerabend im August lud der NABU ein zur Fledermausnacht. Und nicht wenige der nächtlichen Jäger stellten sich ein. Ca. 20 verschiedene Arten kommen in Baden-Württemberg vor. Zwei der häufigsten, nämlich die Zwerg- und die Wasserfledermaus standen im Mittelpunkt unserer Beobachtungen entlang der Steinlach im Bereich Au.  

Einführend informierte Jörg Wieland über Wissenswertes aus der Biologie der Fledermäuse. Sie sind gesellige Säugetiere, die ab Mai ihren Jungen in Wochenstuben aufziehen. Diese Gemeinschaften dienen zum gegenseitigen Schutz vor Fressfeinden aber auch um sich und vor allem die Jungtiere zu wärmen. Die großen Krallen ihrer Zehen ermöglichen es ihnen, sich kopfüber an der Decke ihres Quartiers aufzuhängen.

Zwergfledermaus, Foto: NABU
Zwergfledermaus, Foto: NABU

Fledermäuse haben ein nur schwach entwickeltes Sehvermögen. Sie besitzen jedoch die außergewöhnliche Fähigkeit sich am Echo ihrer im Kehlkopf erzeugten und durch Nase oder Mund ausgesendeten Ultraschalllaute zu orientieren. Bestimmte Teile ihres Lebensraumes haben sie fest gespeichert. Eine Fledermaus, die allabendlich um einen Baum herum nach Insekten jagt, wird diesen noch tagelang in weitem Kreis umfliegen - auch wenn der Baum längst gefällt ist. Umgekehrt heißt das aber auch, dass sie gegen plötzlich auftretende Hindernisse fliegt und sich verletzen kann.

Die Zwergfledermaus - kaum daumenlang - ist die kleinste einheimische Art. Sie jagt ihre Beute in gewandten Flugmanövern mit abrupten Wendungen an Straßenlaternen, in Gehölzen und Gärten. Als typische “Hausfledermaus” bevorzugt sie Spalten und Hohlräume und gerne auch Fensterläden an Gebäuden als Quartier.

Wasserfledermaus, Foto: NABU
Wasserfledermaus, Foto: NABU

Etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang fliegen die Wasserfledermäuse zur Nahrungssuche aus, regelmäßig über Wasserflächen. Mehr oder weniger große Kreise ziehend konnten wir ihren Beuteflug im Scheinwerferlicht über der Steinlach beobachten.

Spätsommerliche Runde

Sonntag, 9. September 2012

Den Reichtum und die Fülle fast schon herbstlicher Streuobstwiesen konnten wir bei unserer kleinen Wanderung im Kirchholz genießen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Landschaftsbildes. Das war nicht immer so.
 
Ursprünglich in Mittelasien zu Hause sind Apfelbäume über Griechenland und Italien in unsere Breiten gekommen. Zunächst wurden sie nur in den Klostergärten gepflanzt. Über Gärten in Siedlungsnähe dehnten sie sich weiter aus in die freie Landschaft. Ab etwa 1600 gab es die sogenannten Baumäcker- unten wuchs das Getreide, darüber das Obst. An der Wende zum 20. Jahrhundert hatten Obstbaumwiesen ihre größte flächenmäßige Ausdehnung. Und zu jeder Zeit war Obst wichtig als Nahrungsmittel.

Foto: NABU Dußlingen

Harald Mohr vom NABU Härten wusste vieles zu berichten über die geschichtliche Entwicklung der Streuobstwiesen und deren Ökologie. Für eine reiche Ernte ist ein guter Unterwuchs außerordentlich wichtig, d.h. dass im Frühjahr viele Wiesenblumen zum Blühen kommen und Insekten anlocken. Je häufiger eine Wiese gemäht wird, desto weniger Insekten sind noch anzutreffen.
 
Auch abgestorbene Bäume sind ökologisch wertvoll für Höhlenbrüter wie Spechte oder Kleiber und auch für Fledermäuse und Insekten. Mit Nistkästen für Vögel, Fledermauskästen und Nisthilfen für Wildbienen kann das "Wohnungsangebot" vergrößert werden, vorausgesetzt die Kästen werden regelmäßig kontrolliert und gepflegt.

Foto: NABU Dußlingen

Mit gemeinschaftlicher Apfelbestimmung und einem wunderbaren Blick auf Dußlingen und die Alb endete unsere Führung beim Kirchholzhäusle.

Ganz viel Wolle....

Samstag, 1. Dezember 2012

Kleine und große Besucher des Dußlinger Weihnachtsmarktes hatten ihre Freude an unseren für die herrschenden Temperaturen bestens geschützten Vierbeinern.
Welche Rasse ist das? Wie alt werden Schafe? Was geschieht mit der Wolle? Diese und viele andere interessierte Fragen hatte "Schäfer" Peter zu beantworten. Nicht nur für Kinder war es ein ganz besonderes Erlebnis, mal ein Schaf Auge in Auge zu betrachten und sogar zu streicheln.
 

Foto: NABU Dußlingen

Gleich neben dem Schafzaun war unser Verkaufsstand. Auch hier gab es Wolliges wie Socken, Handschuhe und die sehr beliebten Schafwoll-Engel. Selbstgebastelte Futterhäuschen und Nistkästen ergänzten neben Kalendern und Karten das Angebot.

Foto: NABU Dußlingen

Allen, die zu dieser Vielfalt beigetragen haben sowie den vielen Kunden danken wir für die Unterstützung unserer Naturschutzarbeit.